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von Erik Leger
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Diese kleine Karbidlampe hier ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. - Ich habe eine Original Bedienungsanleitung aber keinen Hinweis auf den Hersteller oder Produktionszeit. - Sie hat weder Ventil noch Dichtungen, sondern funktioniert nach dem "Saugsystem".
Ob sie Original mit einer solchen Glaskugel verkauft wurde weiß ich nicht, Ich habe beides zusammen erhalten.
Funktionsweise : Das Lampenoberteil wird bis zu einem Drittel mit Kalziumkarbid befüllt, der Deckel erst ganz zu gedreht, dann etwa eine viertel Umdrehung wieder auf. In das Unterteil kommt fast zur Hälfte Wasser. Nach Aufstecken des Oberteils ist die Lampe betriebsbereit. Durch das Gewinde des Karbidbehälters rinnt ein wenig Wasser. Kalziumkarbid bildet, wenn es mit Wasser in Berührung kommt Azetylengas. Dieses wird aus dem Behälter im Oberteil zur Düse aus Speckstein geleitet und einem Streichholz entzündet. Azetylengas brennt sehr lichtstark. Mit etwa 150 gr. Karbid erhält man ca. 5 Stunden gleichmäßiges Licht. Wenn der Prozess des Vergasens einmal in Gang gesetzt ist, lässt sich die Gasbildung nicht mehr abstellen. Als Abfallprodukt entsteht Karbidschlamm (Calciumhydroxid). Diese Verbindung wandelt sich der Luft durch Aufnahme von Kohlendioxyd wieder in den ursprünglichen Rohstoff, nämlich Calciumkarbonat oder Kalkstein, zurück. (Quelle: Erik Leger
Vorsicht ! Karbid ist nicht ungefährlich, auch wenn diese Bedienungsanleitung eine Explosionsgefahr ausschließt. Wenn Wasser zum Karbid fließt, läßt sich die Vergasung nicht mehr stoppen. Brennendes Karbid auf keinen Fall mit WASSER löschen. Der Umgang mit Karbid und natürlich auch das Handhaben einer solchen Lampe muss mit allergrößter Sorgfalt geschehen !
Das Wasser darf keinesfalls auf das Karbid strömen, sondern nur gaaanz langsam tröpfeln. Wer eine solche Laterne wieder in Betrieb nehmen möchte, sollte sehr bedacht vorgehen. Alle Teile der Lampe sind auf Risse oder sonstige Materialschäden kontrollieren.
Siehe auch "was ist eigentlich Karbid" von Erik Leger.
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